Flugtragödie

Ein Jahr der Katastrophen in der zivilen Luftfahrt

Bei Luftfahrtkatastrophen sind in diesem Jahr bereits mehr als 700 Menschen ums Leben gekommen.

Die Unglücke folgen auf ein besonders sicheres Jahr 2013. Die schwarze Serie begann am 8. März: Eine Boeing 777 der Fluggesellschaft Malaysia Airlines verschwand 50 Minuten nach dem Start in Kuala Lumpur Richtung Peking von den Radarschirmen. An Bord von Flug MH370 waren 227 Passagiere und zwölf Besatzungsmitglieder. Trotz einer gigantischen Suchaktion fehlt bis heute jede Spur von der Maschine. Vermutet wird, dass sie in den Indischen Ozean stürzte.

Rund vier Monate später traf es erneut Malaysia Airlines: Am 17. Juli stürzte über der umkämpften Ostukraine eine Boeing 777 mit 298 Menschen an Bord ab. Die Maschine war auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur. Vermutet wird, dass das Flugzeug von einer Bodenluftrakete abgeschossen wurde. Die ukrainische Regierung und die prorussischen Rebellen machen sich gegenseitig dafür verantwortlich.

Sechs Tage nach dem Crash der Malaysia-Airlines-Boeing kamen in Taiwan 48 Menschen ums Leben, als ein Passagierflugzeug der TransAsia Airways bei stürmischem Wetter nach einem missglückten Landemanöver abstürzte. Zehn der 58 Insassen überleben das Unglück. Nur einen Tag später verschwand eine Maschine der algerischen Fluggesellschaft Air Algérie auf dem Weg von Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou nach Algier. Das Wrack der McDonnell Douglas 83 wurde in Mali entdeckt. Von 118 Menschen an Bord überlebt keiner das Unglück.

Allein in den ersten sieben Monaten dieses Jahres starben drei Mal so viele Menschen bei Flugzeugunglücken wie im gesamten Jahr 2013.