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Zur Person: Ulla und Heiner Pietzsch

Anfänge Heiner Pietzsch wurde am 4. Juni 1930 in Dresden geboren. Sein Vater war wie schon der Großvater Kaufmann. Nach dem Krieg machte Heiner Pietzsch eine Ausbildung zum Elektroinstallateur. Er konnte seinen Schulabschluss nachholen und wechselte nach Berlin an das Staatssekretariat für Materialversorgung. Da er politisch aneckte, wurde er entlassen. Anfang der 50er-Jahre zog er nach West-Berlin und wurde ein erfolgreicher Unternehmer im Kunststoffhandel. Seine Frau Ulla wurde in Berlin geboren. Beide hatten sich in Leipzig kennengelernt.

Kunst In den 60er-Jahren begann das Ehepaar, Kunst zu sammeln. Auf Initiative seiner Frau legten sie sich auf den Surrealismus fest. Heute gehören Werke von Max Ernst, Man Ray, Frida Kahlo, Rebecca Horn, Neo Rauch, Salvador Dalí und Joan Miró zu ihrem Bestand. Der Wert wird auf zwischen 120 und 180 Millionen Euro geschätzt.

Ausstellung Ein Teil ihrer Sammlung ist noch bis zum 31. Dezember in der Neuen Nationalgalerie zu sehen. Das Ehepaar wird der Nationalgalerie unter anderem die zurzeit ausgestellten Bilder schenken. Sie sollen in dem künftigen Museum der Moderne hängen.

Spaziergang Das Ehepaar lebt in Berlin im Ortsteil Grunewald. Da das Wetter schlecht war, sind wir durch das Haus und den Garten der Pietzschs gegangen.