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Das ist die Nationalgarde

Kolonialherrschaft Die militärisch gedrillten Nationalgardisten sind historisch nicht unumstritten. Die Anfänge der Nationalgarde werden in der Massachusetts Bay Colony, einer britischen Kolonie auf dem Territorium des heutigen Bundesstaats Massachusetts im Nordosten der USA verortet. Dort taten sich im 17. Jahrhundert Milizionäre zusammen, um gegen die Kolonialherrschaft zu kämpfen.

Bürgerkrieg Die Nationalgarde erhielt später Verfassungsrang. Ihre Mitglieder kämpften im Bürgerkrieg zwischen den Süd- und den Nordstaaten sowie in beiden Weltkriegen. Heute gehören der aus einem Land- und einem Luftstreitkräfteteil bestehenden Nationalgarde etwa 460.000 Mitglieder an. In der Regel handelt es sich um Reservisten – viele von ihnen Lehrer, Landwirte oder Ingenieure.

Einsätze Die dunkelste Stunde der Garde schlug 1970, als sie an der Kent State University im Bundesstaat Ohio vier unbewaffnete Studenten erschoss, die gegen den Vietnamkrieg protestierten. Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 wandelte sich die Rolle der Nationalgarde weg von einer inländischen Eingreifreserve hin zur Kampftruppe gegen Extremisten im Irak und in Afghanistan.