Auszeichnung

Toleranzpreis für Hubert Burda und Wolfgang Schäuble

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und der Verleger Hubert Burda sind mit dem diesjährigen „Preis für Verständigung und Toleranz“ des Jüdischen Museums in Berlin geehrt worden.

Der Preis des Museums an der Lindenstraße in Mitte wurde zum 13. Mal verliehen. Seit 2002 werden in diesem Rahmen Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur und Politik ausgezeichnet, die sich auf herausragende Weise für Bildung, Menschenwürde und den Dialog zwischen den Kulturen und Religionen einsetzen. Das feierliche Dinner im Glashof (Forelle/Kalbsfilet/Birne) kam von Sternekoch Matthias Diether vom Restaurant „First Floor“.

Burda sagte in seiner Rede, Verständigung könne heute nur gelingen, wenn „wir lernen, die einschneidende digitale und mediale Revolution zu verstehen, in der wir heute leben“. Er sagte mit einem Augenzwinkern, es sollte ein elftes biblisches Gebot festgelegt werden, das lautete: „Du sollst nicht begehren deines Nachbarn Daten.“ Wolfgang Schäuble wurde unter anderem für seine Verdienste als Innenminister während der Wiedervereinigung geehrt. Er zeigte sich sehr bewegt, „gerade an diesem Wochenende den Preis zu erhalten“. Es sei eine sehr große Ehre für ihn.

Vor dem Dessert gibt es eine Überraschung für W. Michael Blumenthal. Als Abschiedsgeschenk für den 88-jährigen Gründungsdirektor des Museums überreichte Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, eine Festschrift, die Beiträge von Wegbegleitern Blumenthals der letzten 17 Jahre enthält. Beiträge verfasst haben Richard von Weizsäcker, Iris Berben, Daniel Barenboim, Henry Kissinger und Klaus Wowereit. „Wir sind alle sehr glücklich, dass du Berlin, Deutschland, die Welt so reich beschenkt hast“, sagte Grütters.