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Zur Person: Harald Jäger

Der Stasi-Mann Harald Jäger, am 27. April 1943 in Bautzen geboren, machte erst eine Ausbildung zum Ofenbauer. 1961 meldete er sich freiwillig bei der damaligen Grenzpolizei, der späteren Grenztruppe der NVA. Ab 1964 arbeitete er für die Stasi und arbeitete bis zur Wende in der Passkontrolleinheit (PKE). Von 1976 bis 1979 absolvierte er überdies ein Studium an der Juristischen Hochschule des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in Potsdam.

Die Nacht, die alles veränderte Am 9. November 1989 war Jäger der diensthabende Leiter der Grenzübergangsstelle Bornholmer Straße. Nachdem Günter Schabowski im Fernsehen die neue Reiseregelung der DDR bekannt gab, strömten Tausende DDR-Bürger an den Grenzübergang. Als die Lage zu eskalieren drohte, gab Jäger um 23.30 Uhr den Befehl, den Schlagbaum zu öffnen. Damit gilt er – faktisch – als der Mann, der die Mauer öffnete.

Der Nachruhm 2007 erschien das Buch „Der Mann, der die Mauer öffnete“ von Gerhard Haase-Hindenburg. Am 5. November strahlt die ARD den Fernsehfilm „Bornholmer Straße“ aus, der die Nacht aus Sicht der Grenzer satirisch wiedergibt.

Der Spaziergang begann auf der östlichen Seite der Bornholmer Straße und führte in den westlichen Teil bis zur Grüntaler Straße. Von dort ging es zurück zum Ausgangspunkt.