Info

Deutschland bildet 30 kurdische Kämpfer aus

Raketen Die Bundeswehr will etwa 30 kurdische Kämpfer in Deutschland im Umgang mit Waffen und Gerät ausbilden, welche die Armee in den Nordirak liefert. Ein Teil der Peschmerga solle im bayerischen Hammelburg die Handhabung von Panzerabwehrraketen des Typs Milan lernen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Freitag in Berlin. Die übrigen Kurden würden in Garlstedt bei Bremen in die Benutzung von Feldküchen eingewiesen. Die Ausbildung solle Ende September stattfinden und werde etwa eine Woche dauern.

Flüge Die Bundeswehr will noch in diesem Monat Waffen an die Peschmerga liefern, um sie in ihrem Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu unterstützen. Die Flüge in den Irak sind um den 24. September geplant. Da die Ausbildung im Umgang mit den Raketen und den Feldküchen länger dauert als am übrigen Gerät, das die Bundeswehr schickt, sollen die Kurden in Deutschland geschult werden. Die Peschmerga sollen 30 Milan-Systeme mit 500 Raketen sowie 25 Feldküchen erhalten, die auf Anhängern montiert sind. Die Bundeswehr schickt zudem sechs Militärausbilder in den Irak. Die Fallschirmjäger aus dem saarländischen Lebach sollen den kurdischen Soldaten die Bedienung der Waffen zeigen. Insgesamt will Deutschland die Kurden mit Waffen im Wert von etwa 70 Millionen Euro ausrüsten.