Seuche

Patient mit Verdacht auf Ebola in New Yorker Klinik

Ein Mann mit hohem Fieber und Margen-Darm-Problemen wurde mit Verdacht auf Ebola in die Intensivstation eines New Yorker Krankenhauses aufgenommen.

Der Patient war kürzlich in Westafrika gewesen, meldete die „New York Times“. Mediziner am Mount-Sinai-Krankenhaus in Manhattan testen nun, ob der Mann an Ebola oder einer anderen Krankheit leidet.

Unterdessen meldete CNN: Ein experimentelles Serum, das bislang nur an Affen getestet wurde, könnte möglicherweise das Leben der beiden Amerikaner gerettet haben, die sich zuvor in Liberia mit dem Ebola-Virus angesteckt hatten. Wie der US-Nachrichtensender am Montag berichtete, erhielten der Arzt Dr. Kent Brantly und die Missionarin Nancy Writebol Ende vergangener Woche das Serum ZMapp. Das Medikament habe dazu geführt, dass sich der Zustand der beiden Patienten seither deutlich verbessert hat, berichtete CNN. Die christliche Hilfsorganisation Samaritan’s Purse, für die Brantly und Writebol im Einsatz waren, bestätigte nur, dass Brantly eine Dosis eines experimentellen Serums erhalten habe.

In Westafrika erreichte die Epidemie nun auch Nigeria. Ein Arzt, der einen kürzlich in Lagos an der Krankheit verstorbenen Liberianer behandelt hatte, sei mit dem Virus infiziert, teilte der nigerianische Gesundheitsminister Onyebuchi Chukwu am Montag mit. Zwei weitere Menschen, die in Kontakt mit dem Mann waren und auf Isolierstationen lägen, zeigten ebenfalls Symptome. Insgesamt befänden sich acht Nigerianer in Quarantäne, über 60 weitere würden überwacht. Alle Fälle gehen auf einen Berater der liberianischen Regierung zurück, der vor knapp zwei Wochen in einem Krankenhaus in Lagos – einer der bevölkerungsreichsten Städte Afrikas – an Ebola gestorben war.