Ebola

Fünf Fakten über den Ausbruch in Westafrika

Zwei US-Bürger haben sich bei der Behandlung von Ebola-Patienten selbst mit dem gefährlichen Virus angesteckt.

Sie werden in Atlanta behandelt. Gleichzeitig kündigte US-Präsident Barack Obama an, angesichts des bevorstehenden Afrika-Gipfels in Washington Delegationsmitglieder aus von der Epidemie betroffenen Ländern zu kontrollieren. Die Sorge steht im Raum, die Krankheit könne sich auch in den USA ausbreiten. Sind diese Bedenken berechtigt? Fünf wichtige Fakten über die tückische Krankheit, die als nicht heilbar gilt und für die es kein Antiserum gibt:

Der Ebola-Ausbruch in Westafrika ist der heftigste der Geschichte.

Bei dem derzeitigen Ausbruch in den westafrikanischen Ländern Liberia, Guinea und Sierra Leone infizierten sich bislang mehr als 1300 Menschen, mehr als 700 starben bisher.

Einige Menschen haben überlebt.

Die Sterberate von Ebola kann bis zu 90 Prozent betragen. Gesundheitsexperten in den drei betroffenen Ländern weisen jedoch darauf hin, dass es Infizierte gibt, die sich von dem Virus wieder erholt haben: Sie bekamen sofort medizinische Behandlung und Hilfe gegen Dehydrierung. Eine spezielle Therapie gegen Ebola gibt es jedoch nicht. Beim aktuellen Ausbruch liegt die Sterberate bei knapp 70 Prozent.

Ebola kann anderen Krankheiten stark ähneln.

Die ersten Symptome einer Ebola-Infektion sind laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Fieber, Kopf-, Muskel- und Halsschmerzen. Es kann schwerfallen, Ebola anfangs von Malaria, Typhus oder Cholera zu unterscheiden. Je weiter Ebola vorangeschritten ist, kann es zu inneren und äußeren Blutungen kommen, häufig durch Nase und Ohren.

Ebola verbreitet sich nur über Körperflüssigkeiten.

Der Ebola-Virus überträgt sich nicht über die Luft, sondern lediglich über Körperflüssigkeiten einer infizierten Person. Dazu zählen unter anderem Blut, Schweiß, Erbrochenes, Kot, Urin, Speichel und Sperma. Eine Übertragung durch normalen Kontakt in der Öffentlichkeit ist deshalb untypisch.

Angst und Fehlinformationen machen die Sache noch schlimmer.

In jedem der betroffenen Länder wurden Krankenhäuser und ihre Mitarbeiter von panischen Bewohnern attackiert, weil diese glaubten, dass fremde Ärzte und Krankenschwestern das Virus in die Gebiete gebracht hätten. Die Polizei musste teilweise mit Tränengas gegen die Angreifer vorgehen. Familienangehörige haben kranke Ebola-Patienten außerdem aus Krankenhäusern geholt, darunter auch eine Frau in der Hauptstadt von Sierra Leone, die später starb.