Sicherheit

Immer mehr Anbieter sagen Israel-Reisen ab

Die Eskalation im Nahostkonflikt zwingt immer mehr Reiseveranstalter, geplante Touren abzusagen.

Das Auswärtige Amt empfiehlt deutschen Touristen in seinen Reisehinweisen, sich in Israel über die Lage von Schutzräumen und über das Verhalten bei Raketenangriffen zu informieren. DER Touristik sowie auch TUI Deutschland ihre Israel-Reisen. Biblische Reisen bleibt hingegen mit Gästen vor Ort. Derzeit befinden sich nur wenige deutsche Touristen in Israel, weil es dort wegen des Klimas im Juli in der Regel zu heiß für ausgedehnte Besichtigungstouren ist: „Im Frühjahr und Herbst ist das Klima milder, dann besuchen wesentlich mehr Touristen die historischen Sehenswürdigkeiten im Land“, sagt Sybille Zeuch vom Deutschen Reiseverband in Berlin. Allerdings behielten die Reiseveranstalter, die Gäste vor Ort haben, die Situation sehr genau im Auge. So reagieren die einzelnen Veranstalter auf die Situation:

DER Touristik Die Bausteinveranstalter von DER Touristik ziehen nun ebenfalls Konsequenzen aus dem eskalierenden Nahost-Konflikt und sagen alle Israel-Rundreisen bis Ende Juli ab. Für alle weiteren Reisen vor Ort wie Städteaufenthalte und Badeurlaube räumt das Unternehmen seinen Gästen mit Abreise bis zum 31. Juli ein kostenloses Umbuchungs- und Stornierungsrecht ein. Das betreffe die Marken Dertour, Meier’s Weltreisen und ADAC Reisen, teilt das Unternehmen mit. Für Reisen im Zeitraum vom 1. bis 15. August bieten die Veranstalter kostenlose Umbuchungen an. Sollte sich die Sicherheitslage verändern, erfolge eine sofortige Neubewertung der Situation, andernfalls am 23. Juli.

TUI Deutschland Angesichts anhaltender Risiken hat auch die TUI Deutschland ihre Israel-Angebote vorerst gestrichen. „Wir sagen sämtliche Rundreisen durch Israel bis zum 31. Juli ab“, sagte eine TUI-Sprecherin am Donnerstag in Hannover. Bis dahin gelte auch ein Buchungsstopp. Urlauber, die noch nicht im Land sind, können ihre Reisen kostenfrei stornieren. Solche, die schon vor Ort sind, können vorzeitig die Rückreise antreten. Das Unternehmen will auch von sich aus Gäste kontaktieren und auf die angespannte Sicherheitslage aufmerksam machen.

Studiosos Bereits am Mittwoch hatte der Anbieter Studiosus seine Israel-Reisen aufgrund der Sicherheitslage bis zum 10. August abgesagt. Allen Gästen mit Abreise bis einschließlich 31. August wird ein Recht auf kostenlose Stornierung ihrer Reise angeboten, heißt es auf der Internetseite des Anbieters. Außerdem hätten alle der 2014 gebuchten Israel-Gäste ein Recht auf kostenlose Umbuchung ihrer Reise bis vier Wochen vor Reisebeginn.

Aida Die Kreuzfahrtreederei Aida Cruises nahm den israelischen Hafen Aschdod aus dem Programm, nachdem in der Nacht zum Dienstag Raketentrümmer auf das Deck eines ihrer Schiffe gefallen waren.

Biblische Reisen Der Stuttgarter Anbieter teilt auf seiner Webseite mit, dass derzeit zwei Gruppen des Veranstalters in Israel unterwegs und alle Gäste wohlauf seien. Die Reiseprogramme würden weitestgehend unverändert durchgeführt. Die nächsten Abreisen fänden saisonbedingt erst wieder Ende August statt. Bei Bedarf würden erforderliche Maßnahmen ergriffen.