Gründerzentrum

„Deutschland kann Start-up-Nation werden“

Google-Chef Eric Schmidt fordert in Berlin ein leistungsstarkes und schnelles Internet

Der Verwaltungsratschef des Internetkonzerns Google, Eric Schmidt, appelliert an Gründer, global zu denken. Schmidt war Hauptredner bei der Eröffnung des Start-up-Campus Factory am Mittwochabend in Mitte. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, eine globale Perspektive zu entwickeln“, riet er den versammelten Gründern und nannte das Start-up SoundCloud als bestes Beispiel dafür.

Schmidt hob die Bedeutung der Innovationsbranchen für die gesamte Wirtschaft hervor. „Ein Arbeitsplatz in Hightech-Branchen schafft vier Arbeitsplätze in der Wirtschaft insgesamt“, sagte er. Es gehöre zur DNA von Google, Unternehmertum zu unterstützen, sagte Schmidt. Zudem sei diese Strategie gut für das eigene Geschäft. Zur häufig geäußerten Kritik, Gründer in Deutschland würden nur schwer Investitionen erhalten, sagte der Google-Chef, Kapital werde schnell kommen. Das Ökosystem sei hier an einem Wendepunkt.

Schmidt appellierte an die Politik, ein leistungsstarkes und schnelles Internet aufzubauen. Hier gebe es in Deutschland noch großen Nachholbedarf. Der wirtschaftliche Effekt solcher Investitionen sei enorm und dürfe nicht unterschätzt werden. Ferner sprach er sich dafür aus, Innovation und Unternehmertum in der Erziehung zu verankern. Deutschland habe die besten Chancen, eine Start-up-Nation zu werden, so der Google-Chef.

SoundCloud-Gründer Alex Ljung lobte in seiner Ansprache den Standort Berlin. Berlin sei eine kreative Stadt an der Schnittstelle von Kunst und Technologie. Sein Unternehmen habe hier eine Heimat gefunden, sagte der aus Schweden stammende Gründer. Mit der Factory habe SoundCloud einen idealen Ort gefunden.