Bildung

Jan Fecke, 24, Technische Universität (TU), Kultur und Technik:

„Den Terror bei der Wohnungssuche, von de viele erzählen, habe ich noch nicht mitgemacht. Ich bin vor dreieinhalb Jahren von Köln nach Berlin gezogen, in eine WG von Freunden in Tempelhof. Ich war nicht einsam oder so, weil ja viele Freunde schon hier waren. Heute wohne ich in einer WG in Wedding, auch wieder mit Freunden zusammen. Am Anfang war es wichtig für mich, in Berlin zu sein. Das hat sich ein bisschen geändert. Als letztens ein Freund erzählte, dass er zum Master nach Dortmund geht, dachte ich: Warum eigentlich nicht, wenn die Uni gut ist? Das Studium macht mir aktuell viel Spaß, gute Noten sind mir viel wichtiger als in der Schule, ich habe einen neuen Ehrgeiz entwickelt. Ich studiere an der TU das geisteswissenschaftliche Fach Kultur und Technik, möchte nach dem Bachelor noch den Master machen und später selbstständig im Medienbereich arbeiten. Feier Autor, Kameramann, Redakteur – all das interessiert mich. Ich habe vor dem Studium schon bei Fernsehproduktions-Firmen gearbeitet, etwa für Stern TV auf RTL. Frei zu arbeiten ist eine Hoffnung und ein Wunsch. Vielleicht bin ich da ein bisschen blauäugig, aber mir ist es wichtig, frei entscheiden zu können und auch eine gute Work-Life-Balance zu haben. Aktuell kann ich es mir nicht so richtig vorstellen, im Ausland zu studieren. Ich habe einfach hier meine Baustellen, und an denen möchte ich weiterbauen. Außerdem bekomme ich Bafög, muss also möglichst in der Regelstudienzeit fertig werden. Von meinen Eltern habe ich mein Kindergeld bekommen, ansonsten arbeite ich ja nebenher beim Fernsehen. Ich habe etwa 100 Euro mehr zur Verfügung als der durchschnittliche Student, also etwa 715 Euro pro Monat.“