Bildung

Laura Kalveram, 24, Charité Universitätsmedizin (Humboldt-Universität, HU), Humanmedizin:

„Ich komme aus München, bin jetzt seit dreieinhalb Jahren in Berlin – und darüber bin ich froh. Zuerst habe ich in Saarbrücken Psychologie studiert, da habe ich die Krise bekommen. Am Anfang war die Wohnungssuche unkompliziert, ich habe eine WG in Schöneberg gefunden. Dann habe ich allein gewohnt. Die Wohnung in Neukölln zu bekommen war schwierig, das hat sechs Wochen gedauert. Heute wohne ich mit meinem älteren Bruder in Kreuzberg, der arbeitet schon und hat sich um alles gekümmert. Ich bekomme kein Bafög, meine Eltern unterstützen mich. In den Semesterferien jobbe ich an der Charité und passe auf gefährdete Patienten auf. Im Ausland studieren möchte ich nicht, weil ich mein Staatsexamen schnell machen und auch noch eine Doktorarbeit schreiben will. Toll wäre es aber, das praktische Jahr im Ausland zu verbringen, etwa in Südafrika, wo ich schon das Pflegepraktikum gemacht habe. Als Kindermedizinerin werde ich wahrscheinlich nicht besonders viel Geld verdienen, aber das ist mir auch nicht so wichtig. Ich möchte lieber an spannenden Fällen arbeiten. Vielleicht arbeite ich eines Tages für Ärzte ohne Grenzen.“