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Ortskräfte der Deutschen

Beschäftigung Wie alle Isaf-Nationen, beschäftigt die Bundeswehr einheimische Ortskräfte. Von den etwa 2000 Hilfskräften arbeiten 30 Prozent als Dolmetscher und Sprachassistenten, die anderen als Handwerker, Lagerarbeiter, Wachpersonal, Kraftfahrer und ähnliches. Spätestens mit dem Auslaufen des Isaf-Mandats endet das Beschäftigungsverhältnis. Damit versiegt eine wichtige Einkommensquelle. Die Mitarbeiter der Streitkräfte gelten den Taliban als Verräter und Kollaborateure. Ihr Leben ist in Gefahr.

Aufnahme Individuell gefährdeten Ortskräften bietet die Bundesregierung nach einer Prüfung des Einzelfalles die Aufnahme in Deutschland an – mit ihrer Kernfamilie, das heißt mit Ehepartner und Kindern. Es werden drei Kategorien unterschieden. Kategorie eins betitelt den akuten Gefährdungsgrad, Kategorie zwei eine latente Gefährdung, Kategorie drei keine individuelle Gefährdung. Die ersten Aufnahmezusagen bekamen als akut gefährdet eingestufte Ortskräfte im April 2013. Nach heftiger Kritik erweiterte die Regierung den Kreis im November 2013 auch auf Kräfte der zweiten Gefährdungskategorie.