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400 Millionen Wahlberechtigte

Europawahl Die 400 Millionen wahlberechtigte Europäer wählen zwischen dem 22. und 25. Mai ein neues Europäisches Parlament. Die Deutschen können am 25. Mai ihre Stimme abgeben.

Fraktionen Die 751 ins EU-Parlament gewählten Politiker, darunter 96 Deutsche, werden sich dann im Laufe des Juni als Fraktionen organisieren. Das ist einfach für die großen Parteien. Wie sich aber die vielen Neulinge und Europa-Skeptiker verhalten, ist unklar. Es wird mit mehr Fraktionslosen gerechnet als den 29 der abgelaufenen Wahlperiode. Anfang Juli konstituiert sich das neue Parlament.

Wahlsieg Die großen Parteien, die konservative EVP und die sozialdemokratisch-sozialistische ESP lieferten sich lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Jetzt sehen die Prognosen zum EU-Parlament aber die EVP leicht in Führung.

Kandidat Wer vorne liegt, darf nach einer informellen Absprache den nächsten Chef der EU-Kommission stellen. Bliebe es bei der derzeitigen Stimmung in Europa, hätte EVP-Spitzenkandidat Jean-Claude Juncker aus Luxemburg die besten Chancen, obwohl Umfragen eine Vorliebe der Deutschen für den Sozialdemokraten Martin Schulz ausweisen.

Präsidentenwahl Der Präsident der EU-Kommission muss als Chef der Brüsseler Verwaltung von der Mehrheit des EU-Parlaments gewählt werden. Die Regierungschefs im Europäischen Rat müssen einen Personalvorschlag machen. Das soll im Juli geschehen.

Kommissare Jeder der 28 Mitgliedsstaaten soll in der Spitze der EU-Kommission vertreten sein. Die Politiker, die der Kommissionspräsident für einzelne Arbeitsbereiche aufstellt, müssen sich einem öffentlichem Hearing im EU-Parlament stellen. Dabei fallen bisweilen Kandidaten durch. Am Ende muss das Parlament das gesamte Paket aus Kandidaten absegnen, ehe der Europäische Rat sie formell ernennen kann.