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Polizei zieht Bilanz

Größe Mit 19.000 Teilnehmern sei die traditionelle 18-Uhr-Demonstration in diesem Jahr womöglich die größte gewesen, die es in Kreuzberg je gab, hat Polizeipräsident Klaus Kandt am Freitag bei der Bilanz des Polizeieinsatzes am 1. Mai gesagt. Mehr als 6400Polizeibeamte aus zehn Bundesländern und von der Bundespolizei waren an Walpurgisnacht und Maifeiertag im Einsatz.

Verletzte 61 Polizisten wurden an beiden Tagen im Einsatz verletzt, fünf mussten in der Folge vom Dienst abtreten, eine Beamtin kam wegen eines Kollapses ins Krankenhaus. Die Verletztenzahl liege auf dem Niveau des Vorjahres, so Innensenator Frank Henkel (CDU), 2012 habe es noch doppelt so viele Verletzte gegeben. Festgenommen wurden 68 Menschen, 103 Straftaten zählte die Polizei.

Ziel Kandt und Henkel begrüßten, dass Walpurgisnacht und 1. Mai „überwiegend friedlich“ verlaufen seien. Die Mehrzahl der Feiernden und Demonstranten lehne Gewalt ab. Drei Jahre in Folge habe sich die Lage nun beruhigt, sodass er von einer „Tradition der Deeskalation“ sprechen könne, sagte Henkel. Dennoch sei das Ziel eines friedlichen 1. Mai in Berlin noch nicht erreicht.