Gameboy

Das Daddel-Ding und der Großvater

Als 1987 geborenes Mädchen bin ich stolz, noch einen Gameboy der ersten Generation zu besitzen.

Er liegt immer noch zu Hause im Regal und wartet seit Monaten darauf, neue Batterien zu bekommen. Er wäre die stärkste Konkurrenz zu „Candy Crash“ und Co. – soviel ist sicher. Lange Zeit stand der Mini-Computer bei uns zu Hause auf dem Index. Dies führte dazu, dass ich – wann immer ich bei meinem Grundschulfreund Felix zum Spielen war – mit ihm im Kinderzimmer gesessen habe und wir abwechselnd „Kirby’s Dream Land“ oder „Super Mario Land“ gezockt haben. „Tetris“ war uns zu wenig Action. Aber besonders für meine Großmutter, die oft auf meinen Bruder und mich aufgepasst hat, war dieses „Daddel-Ding“ ein rotes Tuch. Umso größer war das Gezeter, als mein Großvater irgendwann unser Gebettel nicht mehr aushielt und heimlich, still und leise und ohne ihre Erlaubnis mit uns einen Gameboy kaufen ging. Drei Tage lang hat Oma Rita nicht mit Opa Horst gesprochen.