Gameboy

Die Eltern und das Nachfolgemodell

Ich war zehn oder elf und in den Sommerferien wollte ich bei einer Kinderfreizeit mitfahren.

Vorab gab es einen Infozettel, auf dem auch stand, was die Kinder nicht mitbringen sollten: „Gameboy und Walkman lassen wir zu Hause, wir spielen und singen selbst.“ Der Satz hat sich mir eingeprägt, wahrscheinlich habe ich mich irgendwie diskriminiert gefühlt. Ich besaß weder einen Walkman noch einen Gameboy. Meine Eltern hielten Videospiele für pädagogisch wenig wertvoll. Ich konnte immer nur hoffen, dass die Freundin meines großen Bruders bei ihren Besuchen ihren Gameboy mitbrachte, dann spielte ich „Super Mario Land“ oder „Tetris“ bis mir die Daumen weh taten. Vor ein paar Jahren kaufte ich mir aus Jux das Gameboy-Nachfolgemodell „DS“. Bis jetzt habe ich es nicht geschafft, „Super Mario 64“ durchzuspielen – wahrscheinlich, weil ich nicht früh genug mit dem Training beginnen konnte.