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Biografie: Uli Hoeneß

1952 Uli Hoeneß wird am 5. Januar in Ulm geboren. Seine Eltern Paula und Erwin haben eine Metzgerei „Am Eselsberg“, wo die Familie auch wohnt. Uli Hoeneß, dessen jüngerer Bruder Dieter später ebenfalls Fußballprofi und -manager wird, beginnt seine sportliche Karriere beim VfB Ulm und setzt sie bei der TSG Ulm 1846 fort. Er macht am Schubart-Gymnasium sein Abitur. Anschließend wechselt er zum FC Bayern München.

1974 Das Jahr seines größten sportlichen Erfolgs: Hoeneß wird durch den 2:1-Finalerfolg in München gegen die Niederlande Weltmeister mit der DFB-Elf. Zwei Jahre zuvor hatte er bereits den EM-Titel gewonnen. Mit den Bayern gewinnt er außerdem 1974, 1975 und 1976 dreimal in Folge den Europapokal der Landesmeister. 1979 beendet Hoeneß nach 250 Bundesligaspielen (86 Tore) seine Profikarriere und wird Bayern-Manager.

1982 Es ist der 17. Februar. Hoeneß sitzt mit drei Freunden in einer Piper Seneca auf dem Weg von München nach Hannover zum Länderspiel Deutschland gegen Portugal. Um 20.10 Uhr kommt der Notruf: „Engine trouble“. Dann verschwindet die zweimotorige Propellermaschine von den Kontrollschirmen. Hoeneß überlebt als Einziger den Absturz, ein Förster rettet ihn. Er kommt mit Arm-, Bein- und Rippenbrüchen ins Krankenhaus.

1985 Hoeneß gründet mit Werner Weiß die heutige Ho-We Wurstwaren KG in Nürnberg. Heute wird das Unternehmen von seinen beiden Kindern geleitet. Beliefert werden unter anderem Aldi, das Bierzelt von Feinkost Käfer auf dem Münchner Oktoberfest, testweise McDonald’s sowie zahlreiche andere Lebensmittelkonzerne in ganz Europa. Die Fabrik soll einen Jahresumsatz zwischen 45 bis 55 Millionen Euro machen.

1992 Hoeneß überredet seinen ehemaligen Weggefährten, den alkoholabhängigen Gerd Müller, zu einer Entziehungskur und verschafft ihm danach einen Posten als Jugendtrainer bei den Bayern. Stets setzt er sich für ehemalige Münchner Spieler in Not ein, auch darüber hinaus zeigt der Millionär seine soziale Ader. Dafür wird Hoeneß 2012 mit der Verdienstmedaille des Bayerischen Sozialministeriums ausgezeichnet.

2013 Die Jahreshauptversammlung des FC Bayern München wird zum Treueschwur für Hoeneß. Der Präsident wird von mehreren Tausend Mitgliedern mit stehenden Ovationen und minutenlangem rhythmischen Beifall gefeiert, die Fans singen „Uli Hoeneß, du bist der beste Mann!“. Hoeneß laufen auf dem Podium die Tränen über das gerötete Gesicht.

2014 Vom Gerichtssaal auf die Ehrentribüne: Am vergangenen Dienstag, dem zweiten Tag des Steuerprozesses, besucht Hoeneß das Champions-League-Heimspiel des FC Bayern München gegen den FC Arsenal (1:1). Er trägt wie immer den rot-weißen Schal um den Hals, er begrüßt Bundestrainer Joachim Löw und redet mit Klubkollegen. Es könnte für lange Zeit Hoeneß’ letzter Auftritt in der Allianz Arena gewesen sein.