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Soll Klaus Wowereit zurücktreten? Das sagen die Berliner

Beatrice Beiderwieden, 20, Auszubildende, Charlottenburg: „Ich finde, dass Klaus Wowereit seine Sache gut macht. Klar ist es nicht schön, dass er von der Steuerhinterziehung wusste. Aber wie er selbst schon gesagt hat: André Schmitz hat seinen Job deswegen ja nicht schlechter gemacht. Ein Volksbegehren für Neuwahlen finde ich deshalb komplett überzogen und überflüssig.“

Robert Köllmann, 20, Auszubildender, Rathenow: „Wenn man es genau betrachtet, war Klaus Wowereit ja nicht nur schlecht für Berlin, die Stadt hat auch von ihm profitiert. Aber nach all dem, was in den vergangenen Jahren passiert ist, wäre es vielleicht doch Zeit für jemanden Neues. Leider kenne ich mich mit der aktuellen Politik zu wenig aus, um beurteilen zu können, wer ein guter Nachfolger wäre.“

Steven Walther, 29, Selbstständiger, Friedrichshain-Kreuzberg: „Ganz egal, um welches Thema es geht, Volksbegehren können nie falsch sein. Das gilt auch in diesem Fall. Und was unseren Regierenden Bürgermeister angeht: Schon das Desaster um den Berliner Flughafen spricht nicht gerade für die Fähigkeiten von Klaus Wowereit. Ich glaube, frischer Wind würde unserer Stadt guttun. “

Kurt Hoffmann, 68, Rentner, Spandau: „Ich hätte nichts gegen einen neuen Regierenden Bürgermeister, wenn ich so daran denke, was Wowereit in seiner bisherigen Amtszeit schon so alles in den Sand gesetzt hat. Er war lange genug unser Regierungschef und sollte endlich Platz machen. Besonders freuen würde ich mich über einen jungen Politiker an unserer Landesspitze.“

Sunny Atwell, 50, PR- und Kommunikationsmanagerin, Wilmersdorf: „Ich finde es sehr wichtig, dass Bürger sich auch jenseits von Wahlen in die Politik einmischen. Das angestrebte Volksbegehren unterstütze ich persönlich aber nicht. Wowereit wurde von den Berlinern gewählt und hat damit einen Regierungsauftrag bekommen. Den soll er nun auch bitte bis zum Ende ausführen.“

Tina Lüth, 27, Spa-Therapeutin, Wilmersdorf: „Ich meine, dass Klaus Wowereit schon viel früher hätte gehen sollen. Es gab schon genug Skandale um unseren Regierenden Bürgermeister. Mit dieser Affäre ist nun der Punkt erreicht, an dem er politisch nicht mehr tragbar ist. Allerdings bin ich der Meinung, dass die Politik über sein Bleiben oder Gehen entscheiden sollte, nicht ein Volksbegehren. “