Berliner Helfen

Hilfe für Obdachlose: Ansprechen, nicht wegschauen

Um Obdachlose vor der Kälte zu schützen, bittet die Berliner Stadtmission die Berliner um Mithilfe: „Es besteht die akute Gefahr, dass obdachlose Menschen erfrieren“, heißt es in einem Aufruf der Kältehilfe.

„Überwinden Sie Ihre Scheu oder Scham, einen Obdachlosen anzusprechen“, appellierte der Direktor der Berliner Stadtmission, Hans-Georg Filker, an die Berliner. Er verweist auf die Hilfe-Regeln, mit denen jeder etwas für obdachlose Menschen tun könne. „Nehmen Sie sie als Handlungsanweisung. Sie könnten Leben retten.“

Hinschauen, wenn man einen Obdachlosen in Not sieht. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass sich andere um ihn kümmern.

Sprechen Sie den Menschen an, um herauszufinden, ob Hilfe gewünscht wird oder nötig ist. Wenn der Angesprochene das Angebot ablehnt, Sie aber das Gefühl haben, dass er eigentlich Hilfe braucht: Informieren Sie die Stadtmission (Tel. 6903333) oder zum Beispiel den sozialen Träger GeBeWo (Tel. 810560425). Nennen Sie den genauen Standort, schildern Sie die Situation und bitten Sie darum, dass jemand vorbeikommt und sich um den Menschen in Not kümmert.

Ein heißer Kaffee oder eine Suppe ist eine erste Nothilfe bei Kälte. Wenn Sie wissen, wo es in der Nähe Unterstützung gibt, können Sie auch darauf hinweisen. In der Stadtmission am Zoo bekommen Obdachlose beispielsweise eine heiße Suppe. Auch viele Gemeinden bieten Wärmestuben und andere Hilfen an. Zwischen 21 und 3 Uhr kann der Kältebus einzelne Menschen beispielsweise in Notunterkünfte fahren oder sie mit dem Nötigsten versorgen, um trotz Kälte draußen zu überleben. Wenn Sie nachts einen Obdachlosen im Freien treffen, der Hilfe braucht, rufen Sie die Mitarbeiter im Kältebus an (Tel. 0178 /5235838).

Helfen Sie den Kältebus-Mitarbeitern: Geben Sie den genauen Standort an. Beschreiben Sie, in welcher Notlage der Mensch ist, für den Sie anrufen, und wie dringend er Hilfe braucht.

Bei akuter Lebensgefahr rufen Sie die Feuerwehr (Tel. 112).