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Von Berlin in die Welt

1940/1941 Erfinder Konrad Zuse baut in seinem Ingenieurbüro in Kreuzberg, Methfesselstraße, gemeinsam mit Helmut Schreyer den Zuse Z3, den ersten funktionsfähigen Rechner der Welt. Die Zentralrecheneinheit bestand aus Telefonrelais’. Der Speicher hatte eine Kapazität von 64 Worten. Angeschlossen waren ein Lochkartenleser und eine Tastatur mit Lampenfeld. Das Gerät wurde am 12. Mai 1941 offiziell vorgestellt. Beim Bombenangriff am 21. Dezember 1943 wurde der Zuse Z3 zerstört. Ein Nachbau (Foto) steht im Deutschen Museum in München.

1973 Am Forschungszentrum Xerox PARC entwickelten mehrere Ingenieure den Xerox Alto, einen Computer mit hochformatigem Bildschirm, der ein Blatt im US-Letter-Format in Originalgröße darstellen konnte. Zum Lieferumfang gehörten auch Tastatur und Maus. Als erster verfügte der Alto über eine grafische Benutzeroberfläche. Er gilt als der erste Personal Computer, kurz PC. Handlich war der Rechner allerdings nicht, er hatte das Format eines kleinen Schranks. Der Alto kostete anfangs 32.000 Dollar, das entspricht heute etwa 118.000 Euro.

1975 Im September brachte IBM den ersten tragbaren Computer auf den Markt – in Koffergröße und mit rund 25 Kilogramm Gewicht. Der IBM 5100 kostete in der kleinsten Version 8975 Dollar. Sie verfügte über einen Arbeitsspeicher von 16 Kilobyte. Die 64-KB-Ausstattung kostete 19.975 Dollar. Heutige Geräte haben meist acht Gigabyte. Der IBM 5100 besaß einen Fünf-Zoll-Bildschirm. Als Speichermedium lieferte IBM Kassetten mit einem 1/4-Zoll-Magnetband und einer Kapazität von 204 KB.

2007 Am 29. Juni 2007 begann wieder eine Revolution, zunächst im Telefonmarkt: Apple-Chef Steve Jobs stellte das erste iPhone vor, ein Telefon mit weitreichenden Computerfähigkeiten und Internetzugang. Das Smartphone schuf einen neuen Markt und verhalf dem mobilen Internet zum Durchbruch. In der Folge wandelte sich auch der Computermarkt deutlich – weg von großen stationären Geräten hin zu handlichen mobilen. Die siebte Generation des Geräts hat ein Gigabyte Arbeitsspeicher und bis zu 64 Gigabyte Speicherkapazität. Inzwischen hat Konkurrent Samsung Apple bei den Verkaufszahlen überholt.

2010 Im April 2010 legte Apple noch einmal nach mit einem Computer in der Größe eines rechteckigen Frühstücksbretts. Mit dem iPad kann man unter anderem fotografieren, Bilder bearbeiten, Videos ansehen, im Internet surfen, Texte schreiben und E-Mails diktieren – nur telefonieren ist nicht möglich. Wieder ein Gerät, von dem die Käufer vorher nicht wussten, dass sie es unbedingt haben mussten. Es beschleunigte den Niedergang der stationären PCs und veränderte die Gewohnheiten der Nutzer nachhaltig.