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Vorteilsannahme im Amt

Strafgesetzbuch Die Vorteilsannahme zählt zu den Delikten, die im Strafgesetzbuch (StGB) unter der Überschrift „Straftaten im Amt“ aufgelistet sind. Nach Paragraf 331 StGB macht sich der Vorteilsannahme strafbar, wer als Amtsträger für seine pflichtgemäße Dienstausübung „einen Vorteil für sich oder einen Dritten fordert, sich versprechen lässt oder annimmt“. Der Strafrahmen reicht von Geld- bis zu Freiheitsstrafe von drei Jahren.

Unterscheidung Das Gesetz unterscheidet zwischen Vorteilsannahme und Bestechlichkeit. Zwar hat auch der Tatbestand der Bestechlichkeit mit der Annahme von Vorteilen zu tun. Hier wiegen die Verfehlungen des Amtsträgers aber schwerer: Bestechlichkeit liegt vor, wenn der Amtsträger den Vorteil als Gegenleistung für eine pflichtwidrige Diensthandlung annimmt – also wenn er beispielsweise für diese Pflichtwidrigkeit Geld kassiert.