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Chronik eines Sturzes

13. Dezember 2011 „Bundespräsident Wulff – Wirbel um Privatkredit“: Mit dieser Titelschlagzeile der „Bild“ beginnt am 13. Dezember 2011 die „Präsidentenaffäre“. Im Bericht wird dem Staatsoberhaupt vorgeworfen, einst als Ministerpräsident von Niedersachsen den Landtag „in die Irre geführt“ zu haben. Wulff hatte auf Anfrage der Grünen eine Geschäftsbeziehung zu seinem Freund, Egon Geerkens, verneint. Einen 500.000 Euro-Kredit der Ehefrau des Unternehmers verschwieg der Politiker.

1. Januar 2012 Es wird bekannt, dass Wulff noch am Tag vor der Veröffentlichung des „Bild“-Berichtes bei Chefredakteur Kai Diekmann interveniert hatte. Auf dessen Mailbox warnte er mit drastischem Vokabular vor einem „Krieg“. Wulff hat sich später für den Anruf entschuldigt.

16. Februar 2012 Die Staatsanwaltschaft beantragt Aufhebung der Immunität Wulffs. Sie will ermitteln, wie Wulff 2007 und 2008 mit seiner Frau zwei Kurzreisen nach Sylt unternommen hatte, die beide zunächst der Filmunternehmer David Groenewold zahlte.

17. Februar 2012 Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten

12. April 2013 Anklage wegen Bestechlichkeit. 14 Monate nach Aufnahme der Ermittlungen erhebt die Staatsanwaltschaft Hannover Anklage gegen den früheren Präsidenten.

14. November 2013 Prozessbeginn in Hannover.