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Frauenanteil im Bundestag steigt auf 36 Prozent

Im neuen Bundestag sind Frauen langsam auf dem Vormarsch.

Wenn Ende Oktober die 630 Parlamentarier zur konstituierenden Sitzung zusammenkommen, sind 229 weibliche Abgeordnete mit dabei. Das sind 25 mehr als bisher. Schlusslicht bleibt die Fraktion von Kanzlerin Angela Merkel: Die Union schickt 77Frauen ins Parlament, das ist ein knappes Viertel ihrer eigenen Parlamentarier. Der Frauenanteil in der Union stieg gegenüber der letzten Periode von 19 auf 24,8 Prozent. In der CSU-Gruppe sind 14von 56Abgeordneten weiblich, genau ein Viertel.

Insgesamt steigt der Frauenanteil von 32,9 auf 36,3 Prozent. Spitzenreiter bleibt mit stabilen 56 Prozent die Linke. Die Grünen haben aber fast aufgeschlossen, auch sie schicken mit 35von insgesamt 63 Abgeordneten wieder mehr Frauen als Männer unter die Reichstagskuppel. Der Anteil der SPD-Parlamentarierinnen ist nur bescheiden gestiegen – von 40 auf gut 42 Prozent.

Auch der Anteil von Abgeordneten mit ausländischen Wurzeln ist gestiegen. Und: Mit Karamba Diaby (SPD) und Charles M. Huber (CDU) sitzen zum ersten Mal zwei farbige Politiker im Bundestag. Diaby ist der erste Abgeordnete, der in Afrika geboren wurde. Der 51-jährige gebürtige Senegalese schaffte es über die Landesliste Sachsen-Anhalt in den Bundestag. Charles M. Huber wurde als Sohn eines senegalesischen Diplomaten und einer Deutschen 1956 in München geboren. Der Schauspieler wurde als Polizeikommissar in der Serie „Der Alte“ populär. Er zieht über die Landesliste der hessischen CDU in den Bundestag. Nach einer Zählung des Mediendienstes Integration sitzen im neuen Bundestag 34 Abgeordnete, von denen mindestens ein Elternteil eingewandert ist – eine Quote von 5,4 Prozent.