Webattacke

„New York Times“ Opfer von syrischen Hackerangriffen

Die US-Tageszeitung „New York Times“ ist nach eigenen Angaben Opfer einer Hackerattacke geworden.

Der Internetauftritt des renommierten Blattes sei offenbar wegen einer „bösartigen Attacke von außen“ nicht mehr aufzurufen, meldete Sprecherin Eileen Murphy am Dienstagabend über den Kurznachrichtendienst Twitter. Am Mittwochmorgen war die Seite weiterhin offline. Auch Twitter wurde angegriffen. Vermutlich stehen syrische Hacker hinter den Cyberattacken.

Die „New York Times“ arbeitete nach eigenen Angaben an der Behebung des Problems. Aktuelle Artikel der Zeitung waren über Twitter erreichbar. Die Syrian Electronic Army (SEA) bekannte sich auf ihrem Twitter-Konto zu den Angriffen. Die Unterstützer des syrischen Staatschefs Baschar al-Assad hatten in den vergangenen Monaten bereits zahlreiche Medien angegriffen.

Die Attacke zielte offenbar auf das Domain Name System (DNS), durch das Internetnutzer, die eine Domain ansteuern, zu der dahinterstehenden Internetseite weitergeleitet werden. Durch die Manipulation von DNS-Einträgen können Besucher zu anderen Seiten umgeleitet werden. Twitter meldete, auch eine Domain seines Dienstes war betroffen.

Die Organisation wirft arabischen und westlichen Medien vor, „falsche Informationen“ über die Ereignisse in Syrien zu verbreiten. In der Vergangenheit hatte sich die Gruppe bereits zu Angriffen auf die Internetseiten von Sky News Arabia und al-Dschasira Mobile sowie auf die Seiten von Regierungen bekannt.