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Zur Person: Wladimir Wiktorowitsch Kaminer

Anfänge Wladimir Wiktorowitsch Kaminer wurde am 19. Juli 1967 in Moskau geboren. Sein Vater arbeitete bei der Binnenflotte als stellvertretender Abteilungsleiter, die Mutter war Lehrerin. Während seines Wehrdienstes bei der sowjetischen Flugabwehr wurde Kaminer Zeuge, wie der Deutsche Matthias Rust die Militärs narrte und unbemerkt auf dem Roten Platz landen konnte. Kaminer machte eine Ausbildung zum Toningenieur und studierte danach Dramaturgie. Im Juni 1990 zog er in die DDR, wenig später bekam er die bundesdeutsche Staatsbürgerschaft.

Literatur Kaminer bezeichnet sich privat als Russe und beruflich als deutscher Schriftsteller. Sein erstes Buch „Russendisko“ aus dem Jahr 2000 verkaufte sich mehr als eine Million mal. Am Montag erscheint sein neuer Erzählband „Diesseits von Eden“ (Manhattan, 17,99 Euro), in dem es vor allem um das neue Sommerdomizil in einem kleinen brandenburgischen Ort namens Glücklitz geht. Den nächsten Russendisko-Tanzabend im „Kaffee Burger“ veranstaltet Kaminer am 24. August.

Privat „Ich bin in den 23 Jahren in Berlin fünf Mal umgezogen, aber immer in der gleichen Gegend geblieben“, sagt er. Seit fünf Jahren lebt Kaminer nun mit seiner Frau und den beiden Kindern in der Gleimstraße in Prenzlauer Berg.

Spaziergang Der von Wladimir Kaminer vorgeschlagene Weg begann in der Gleimstraße auf Höhe des Mauerparks. Wir überquerten die Schönhauser Allee und besuchten in der Stargarder Straße die Gethsemanekirche.