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BND-Zentrale teurer als geplant

Kosten Das größte Bauvorhaben des Bundes entsteht an der Chausseestraße in Mitte. Am 19. Oktober 2006 erfolgte der erste Spatenstich. Mehrfache Bauverzögerungen haben inzwischen dazu geführt, dass die 4000 Mitarbeiter voraussichtlich mit deutlicher Verzögerung ihre Arbeit in dem Gebäude aufnehmen können, der Einzug wird sich nach jüngsten Angaben vermutlich um mindestens 14 Monate verzögern. Bis alle Büros bezogen sind, wird das Jahr 2016 geschrieben. Die Baukosten haben sich inzwischen fast verdoppelt: Die Planungen für den Bau lagen bei rund 500 Millionen Euro. Aufgrund der erhöhten Sicherheitsanforderungen wurde die Summe 2006 auf 720 Millionen Euro korrigiert. Nach aktuellen Berechnungen betragen die Gesamtkosten mittlerweile rund 912 Millionen Euro.

Pannen Schuld daran ist vor allem die Lüftungsanlage. Die Klimaanlage des Hauptgebäudes an der Chausseestraße musste wegen gravierender hygienischer Mängel im Sommer 2011 wieder ausgebaut werden. Die zuständige Firma hatte grundlegende technische Anforderungen missachtet. Der Firma wurde gekündigt und der Auftrag in Höhe von etwa 9,7 Millionen Euro neu ausgeschrieben.

Diebstahl Anfang Juli 2011 wurde bekannt, dass Baupläne für die neue BND-Zentrale gestohlen worden waren. Diese Pläne sollten Darstellungen des Technik- und Logistikzentrums zeigen. Ein teilweiser Neubau der BND-Zentrale wurde jedoch vom Geheimdienstchef Ernst Uhrlau ausgeschlossen. Die Pläne würden nicht das Herzstück der BND-Zentrale betreffen, sondern das Nordgebäude.