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Reisewarnung für Touristen

Urlaub Das Auswärtige Amt in Berlin empfiehlt deutschen Touristen, Reisen nach Ägypten auf den Großraum Kairo, die Urlaubsgebiete am Roten Meer, die Touristenzentren in Oberägypten (vor allem Luxor, Assuan, Nilkreuzfahrten) und auf geführte Touren in der Weißen und Schwarzen Wüste zu beschränken.

Grenzgebiet Von Reisen in die übrigen Landesteile rät das Außenministerium auf seiner Homepage „aufgrund der sich derzeit verschärfenden Sicherheitslage dringend“ ab. Dies gelte „insbesondere für das Nildelta, den Sinai (mit Ausnahme der Touristenorte am Roten Meer im Küstenstreifen zwischen Scharm al-Scheich und Nuweiba) sowie das ägyptisch-libysche Grenzgebiet. Von Reisen in den Nord-Sinai und das ägyptisch-israelische Grenzgebiet wird auch weiterhin dringend abgeraten.“

Reiserücktritt Der Veranstalter DER Touristik zum Beispiel trifft noch keine besonderen Vorkehrungen. Für Reisen nach Ägypten „gelten die üblichen Stornobedingungen“, teilt eine Sprecherin mit. Bedeutet also: Unter Berufung auf die Unruhen gelten keine besonderen Kulanzregelungen. Alle Urlauber von DER seien derzeit ausschließlich in den Regionen am Roten Meer. „Von Ausflügen nach Kairo sehen wir derzeit ab“, heißt es bei DER. Dies sei bislang die einzige Einschränkung. Die sechs DER-Veranstalter, darunter ADAC Reisen, Jahn Reisen und ITS, haben aktuell „mehrere Tausend“ Gäste in Ägypten.

Kriminalität Reisenden in Ägypten wird laut Außenministerium „allgemein dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen weiträumig zu meiden und die Medienberichterstattung sehr aufmerksam und regelmäßig zu verfolgen“. Zudem habe es in den vergangenen Monaten einen „Anstieg der Allgemein-Kriminalität (Banküberfälle, Carjackings, Handtaschenraub; vereinzelt auch mit Waffengewalt)“ gegeben. Jährlich verbringen ungefähr eine Million deutscher Touristen ihren Urlaub in Ägypten.

Finanzen Die neuen Massenproteste gegen Mursi sorgten für erhöhte Nervosität an den Finanzmärkten. So verteuerte sich die Absicherung eines zehn Millionen Dollar schweren Pakets ägyptischer Staatsanleihen gegen Zahlungsausfall um 34.000 auf ein Rekordhoch 900.000Dollar, teilte der Datenanbieter Markit mit. Damit sei der Preis für derartige Credit Default Swaps (CDS) seit Mitte Juni um 200.000 Dollar gestiegen. Die Aktienbörse in Kairo blieb am Montag geschlossen.