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Daniel Busse: „Ich habe nicht gedacht, dass das Wasser so hoch steht“

Daniel Busse aus Lichtenberg ist seit Freitag im Auftrag des THW Berlin im Katastrophengebiet in Mühlberg.

„Um 3.30 Uhr klingelte das Telefon und hat mich aus dem Schlaf gerissen“, sagt der 34-Jährige. Insgeheim habe er schon damit gerechnet, dass er an die Elbe beordert werden könnte. Dennoch kam der „Marschbefehl“ etwas überraschend für ihn. „In den Nachrichten habe ich die Berichterstattung verfolgt und mir Sorgen um die Menschen in den Hochwassergebieten gemacht.“ Gemeinsam mit drei Kameraden ist er mit dem Lkw und einem Boot auf dem Anhänger nach Mühlberg gefahren. „Was mich und meine Kameraden hier erwartet habe wir zwar schon geahnt, doch dass das Wasser der Elbe so hoch steht, habe ich nicht gedacht“, sagt der Mitarbeiter der Agentur für Arbeit in Berlin Mitte. Seine Kollegen in Berlin haben Verständnis für sein Engagement im THW. „Die werden mich bestimmt mit Fragen löchern, wenn ich in ein paar Tagen von dem Einsatz zurück bin und wieder hinter dem Schreibtisch sitze.“ Bei dem schönen Wetter wäre er gern auch mit seinem Motorrad auf Brandenburgs Straßen unterwegs gewesen. „Doch der Einsatz hier geht vor.“