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Trübe Spree

Tagebau Mit dem Hochwasser schwappen auch Eisensulfat und Eisenhydroxid die Spree entlang. Diese Chemikalien sind Überbleibsel des Braunkohlebergbaus. Der braune Eisenschlamm entstammt dem Mineral Pyrit (Schwefelkies, „Katzengold“) im Bereich der Tagebaue. Im Kontakt mit Luft bildet es die beiden Mineralien. Weil der Grundwasserspiegel ansteigt, werden sie ausgewaschen und in Spree und Schwarze Elster eingetragen. Ende 2012 wurden die ersten Anzeichen der Verockerung registriert. Besonders belastet ist das Greifenhainer Fließ bei Vetschau, das in die Spree mündet.

Tourismus Für den Menschen sind die Stoffe (zurzeit) ungefährlich, nicht jedoch für Pflanzen, Kleinsttiere und Fische. Zum Beispiel kann „Eisenocker“ Kiemen verstopfen, die Verockerung der Flussbetten nimmt Kleinlebewesen den Lebensraum. Außerdem könnte die „braune Spree“ Touristen abschrecken. Der Tourismusverband Spreewald macht sich deshalb für Reinigungsmaßnahmen stark.

Talsperren Die verantwortliche Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft will den Ocker-Eintrag in die Flüsse verhindern. Doch das ist aufwändig. Maßnahmen sind ab 2014 vorgesehen. Bisher hat die Talsperre Spremberg den Ocker in der Spree abgefangen. Nun ist die Talsperre geöffnet – das Ocker rauscht spreeabwärts.

Spenden Diakonie Katastrophenhilfe: Stichwort „Fluthilfe“, Konto 502 502, Evang. Darlehensgenoss., BLZ 2106 0237; Caritas international: Stichwort „Hochwasseropfer 2013“, Konto 202, Bank für Sozialwirtsch. Karlsruhe, BLZ 660 205 00; DRK Sachsen: Stichwort „Nachbarn in Not“, Konto 414141, Bank für Sozialwirtsch. Köln, BLZ 370 205 00