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Jagd nach den Milliarden

Das Netzwerk Das Internationale Konsortium für investigative Journalisten (ICIJ) wurde 1997 als Projekt des Center for Public Integrity (CPI) gegründet. Das CPI ist eine gemeinnützige Organisation in den USA, die sich der Aufgabe verschrieben hat, „Machtmissbrauch, Korruption und Pflichtverletzung durch mächtige öffentliche und private Institutionen aufzudecken“.

Die Unterstützer Das CPI wird finanziell durch eine Reihe von Stiftungen gefördert. In den Jahren 2000 bis 2002 spendete auch der Milliardär George Soros über eine Million Dollar an das CPI.

Die Ziele Mit dem ICIJ wollte das CPI Ende der 90er-Jahre den Fokus der investigativen journalistischen Arbeit über die Grenzen der USA hinweg erweitern. Mit dem Netzwerk fördert das CPI den Austausch von Daten, Analysewerkzeugen und Recherchestrategien. Bei dem exklusiven Klub kann man nur nach einer Einladung Mitglied werden.

Die Deutschen Aus Deutschland stehen derzeit „Spiegel“-Chefredakteur Georg Mascolo sowie der Leiter des Ressorts Investigative Recherche bei der „Süddeutschen Zeitung“, Hans Leyendecker, auf der Liste der 160 Mitglieder.

Steueroasen Länder, in denen keine oder nur sehr niedrige Steuern auf Einkünfte und Vermögen erhoben werden. Um Steuern zu sparen, legen Vermögende oder Unternehmen ihr Geld dort an oder lassen ihre Geschäfte über dort eröffnete Briefkastenfirmen laufen. Steueroasen haben meist ein sehr striktes Bankgeheimnis, das Kunden vor dem Fiskus ihrer Heimatländer schützt.

Orte Bekannt als Steueroasen sind viele Karibik-Inseln wie die Bermuda-Inseln und die Bahamas. Das neue Datenleck betrifft mit den Kaiman-Inseln sowie den Britischen Jungferninseln, die Cook-Inseln, Hongkong, Singapur und Mauritius. Als Steueroasen standen in Europa zeitweise Luxemburg oder die Schweiz am Pranger. Auch Zypern galt lange als Steueroase.