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Fälle anderer Politiker

Margarita Mathiopoulos (FDP)

Die Doktorarbeit der FDP-Politikerin stand sogar zweimal auf dem Prüfstand. Die in den 80er-Jahren vorgelegte Arbeit war schon Anfang der 90er-Jahre in die Kritik geraten. Doch erst im April 2012 sah die Uni Bonn ein „wissenschaftliches Fehlverhalten“ als nachgewiesen an und entzog der Politikprofessorin den Doktortitel.

Bernd Althusmann (CDU)

Der bisherige niedersächsische Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) wurde dagegen Ende 2011 vom Plagiatsverdacht entlastet. Die Uni Potsdam hatte seine Dissertation überprüft, nachdem Vorwürfe aufgekommen waren. Die Hochschule sah zwar viele formale Mängel, aber kein wissenschaftliches Fehlverhalten.

Jorgo Chatzimarkakis (FDP)

Die Universität Bonn entzog dem FDP-Politiker im Juli 2011 den Doktortitel. Die Prüfer der Hochschule fanden in der Dissertation zahlreiche Passagen aus anderen wissenschaftlichen Arbeiten, die nicht als wörtliche Übernahmen gekennzeichnet waren. Auch Chatzimarkakis zog vor Gericht, scheiterte aber in erster Instanz. Nun liegt der Fall beim Oberverwaltungsgericht Münster.

Silvana Koch-Mehrin (FDP)

Im Mai 2011 trat Koch-Mehrin im Zuge der öffentlichen Debatte über ihre Doktorarbeit als Vorsitzende der FDP im Europäischen Parlament und als Vizepräsidentin des Parlaments zurück. Gut einen Monat später entzog die Universität Heidelberg ihr den Doktortitel. Koch-Mehrin kämpft derzeit vor dem Verwaltungsgericht Karlsruhe um ihren Titel.

Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU)

Die Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit löste den tiefen Sturz des einst beliebtesten deutschen Politikers aus: Ende Februar 2011 erkannte die Universität Bayreuth Guttenberg den Doktortitel ab, kurz darauf trat er als Verteidigungsminister zurück. Eine Uni-Kommission kam zu dem Schluss, dass Guttenberg vorsätzlich getäuscht hatte. Erst dann räumte er Fehler ein.