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Von Moskau nach Berlin

Das Talent Vladimir Malakhov wurde am 7. Januar 1968 in Krivoj Rog geboren Mit vier Jahren fing Vladimir Malakhov mit Ballett-Training an und wurde als Zehnjähriger vom Moskauer Bolschoi-Theater als Talent zur weiteren Ausbildung aufgenommen. Sein Lehrer war der berühmte Petr Pestov. Er schloss mit Bestnote ab, wurde aber zunächst nicht in das Ensemble übernommen – es heißt, weil er gebürtiger Ukrainer war. Nachdem er im Jahr 1986 in Warna bei einem Internationalen Ballettwettbewerb mit dem Grand Prix der Junioren ausgezeichnet wurde, engagierte ihn das Bolschoi-Theater schließlich als Ersten Solotänzer.

Der Tänzer Im Jahr 1992 ging er auf eine USA-Tournee – und kehrte von dort nicht mehr nach Russland zurück. Er erhielt ein Engagement beim Wiener Staatsoper-Ballett, verbunden mir der österreichische Staatsangehörigkeit. In den folgenden Jahren arbeitete er unter anderem beim National Ballet of Canada (1994), dem Stuttgarter Ballett sowie beim American Ballet Theatre an der Metropolitan Opera in New York City (1995). Kritiker vergleichen ihn seitdem bis heute mit der russischen Tänzerlegende Rudolf Nurejew. Vor allem seine Fähigkeiten im Sprung wurden immer wieder hervorgehoben.

Der Berliner Im Jahr 2002 wurde er zum Ballettdirektor der Staatsoper Berlin berufen und ist seit 2004 zudem künstlerischer Leiter und Ballett-Intendant am Staatsballett Berlin. Zudem choreografierte er viele Stücke selbst, unter anderem „Dornröschen“, „Das flammende Herz“ und „Der Zauberer von Oz“, in dem er selbst in der Titelrolle auftrat. Er tanzt bis zuletzt selbst – trotz mehrfacher Operationen am Knie, konnte er sich immer wieder in Form bringen. Im Mai dieses Jahres organisiert er zusammen mit dem weltbekannten Klub Berghain eine Vorstellung in einer Halle des Gebäudes. Er spricht fließend Deutsch und lebt in Berlin-Mitte.