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Rückhalt von den Jusos

Zustimmung Der designierte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat die SPD-Jugendorganisation Jusos zur Geschlossenheit aufgerufen – und ist dabei auf breite Zustimmung gestoßen. „Ich bin auf eure Unterstützung angewiesen“, sagte Steinbrück am Wochenende beim Bundeskongress der Jungsozialisten in Magdeburg.

Gemeinsamkeiten Jetzt dürfe es nicht mehr um die Frage gehen: Ist das der richtige Kandidat? Vielmehr müsse die SPD jetzt in den Modus kommen, Wahlen zu gewinnen, sagte Steinbrück. Zugleich räumte er ein, dass er in manchen Fragen andere Ansichten habe als die Jusos. „Wir müssen da nichts inszenieren“, sagte Steinbrück. Anschließend betonte er aber vor allem die Gemeinsamkeiten – und erhielt mehrfach langen Applaus von den rund 300 Delegierten. „Es gab im ersten Moment kritische Stimmen, aber jetzt gibt es nur noch einen Kandidaten“, sagte der Jusos-Bundesvorsitzende Sascha Vogt . „Wir sind alle in einer Partei.“

Umfrage In der am Sonntag veröffentlichten wöchentlichen Emnid-Umfrage im Auftrag der „Bild am Sonntag“ verlor die SPD zwei Prozentpunkte und erreichte nur noch 28 Prozent. Demnach kommt neben einer großen Koalition nur noch Schwarz-Grün auf eine Mehrheit. Jeweils einen Prozentpunkt hinzugewinnen konnten Union (39 Prozent) und Grüne (13 Prozent). Den Wert der Vorwoche erreichten FDP (vier Prozent), Linkspartei (sieben Prozent) und Piraten (fünf Prozent).

Überzeugung Trotz der sinkenden Umfragewerte zeigte sich SPD-Chef Sigmar Gabriel von der Wahl des Kandidaten überzeugt. „Peer Steinbrück ist der beste Kanzlerkandidat für die SPD“, sagte Gabriel der „Bild am Sonntag“. Die zentrale Frage der nächsten Jahre werde die Bändigung der Finanzmärkte sein. Dafür kämpfe „niemand so engagiert wie Peer Steinbrück“. Den Wirbel um Steinbrücks Nebeneinkünfte hält Gabriel für verlogen: „Es gibt eine heuchlerische Debatte von Union und FDP.“