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Chronologie des Konflikts

Gazastreifen 1967 erobert Israel im Sechstagekrieg den bis dahin von Ägypten verwalteten Küstenstreifen am Mittelmeer und beginnt mit dem Bau jüdischer Siedlungen. 2005 räumt Israel die Siedlungen und zieht seine Soldaten ab. Im Jahr darauf überfällt die radikal-islamische Hamas einen israelischen Militärstützpunkt am Rand des Gazastreifens und nimmt den Soldaten Gilad Schalit als Geisel. Die israelische Armee rückt mit Bodentruppen in den Gazastreifen ein.

Gegossenes Blei Wegen mehrfacher Raketenangriffe aus dem Gebiet verhängt Israel eine Blockade. Nach dem Sieg über die Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas bei den Parlamentswahlen übernimmt die Hamas 2007 gewaltsam die Kontrolle des Gazastreifens. Israel erklärt diesen zum „feindlichen Gebiet“ und beginnt Ende 2008 die groß angelegte Offensive „Gegossenes Blei“. Innerhalb von drei Wochen werden im Gazastreifen nach palästinensischen Angaben mindestens 1300 Palästinenser getötet, die Israelis melden 13 Tote. Im Januar 2009 kommt es zum Waffenstillstand.

Gespräche Israelis und Palästinenser nehmen im September 2010 in Washington ihre Friedensverhandlungen wieder auf. Die Palästinenser brechen die Gespräche aber wieder ab, weil Israel ihrer Forderung, den Baustopp für jüdische Siedlungen im Westjordanland zu verlängern, nicht nachkommt.

November 2012 Als Reaktion auf anhaltenden Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen beginnt Israel eine Militäroperation und tötet Hamas-Militärchef Ahmed Dschabari. Bei weiteren Luftangriffen sterben mehrere Menschen, militante Palästinenser reagieren mit Raketenbeschuss auf Israel.