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Weniger Wachstum

Deutschland Wegen der Euro-Krise hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Wachstumsprognosen für Deutschland und die Welt 2013 kräftig gedämpft. Für 2013 rechnet der IWF mit einem deutschen Wachstum von nur noch 0,9 Prozent, nachdem er im Juli noch 1,4 Prozent prognostiziert hatte, wie aus dem Weltwirtschaftsausblick hervorgeht.

2013 erwartet der IWF ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,6 Prozent, 0,3 Prozentpunkte weniger als im Sommer vorhergesagt. „Die Euro-Krise bleibt die deutlichste Bedrohung der globalen Wirtschaftsaussichten“, heißt es in dem Bericht. IWF-Chefökonom Olivier Blanchard blieb dennoch zuversichtlich. „Wenn die versprochenen Maßnahmen in Europa umgesetzt werden, kann man optimistisch sein.“ Spanien und Italien müssten weiter die Konjunktur ankurbeln, die Haushalte sanieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen. An den Notenbanken sei es, mit ihrer Geldpolitik weiter für niedrige Zinsen zu sorgen. Blanchard nannte das Zusammenspiel der verschiedenen Maßnahmen ein „komplexes Puzzle“. Werde es schnell vollendet, „kann man berechtigt darauf hoffen, dass das Schlimmste hinter uns liegen könnte“, sagte er.

Schulden Die Zinsen für kurzfristige griechische Schuldverschreibungen sind leicht gesunken. Bei einer Wertpapierauktion am Dienstag lagen die Zinsen für Schatzwechsel mit einer Laufzeit von 26 Wochen bei 4,46 Prozent, wie die für die Verwaltung der Staatsschulden zuständige Behörde mitteilte. Am vergangenen Montag betrugen die Zinsen demnach noch 4,54 Prozent. Griechenland konnte damit 1,3 Milliarden Euro aufnehmen. Die Schuldverschreibungen werden überwiegend von griechischen Banken gekauft, die sie als Pfand für europäische Rettungsgelder benötigen.