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Spätkauf in Zahlen

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67 Spätverkaufsstellen in Prenzlauer Berg sind an einem Sonntag im Frühjahr 2012 kontrolliert worden. In mehr als 30 Prozent der Läden stellte das Ordnungsamt Verstöße gegen das Ladenöffnungsgesetz fest. An den Kontrollen beteiligten sich auch Mitarbeiter vom Gewerbeaußendienst des Landeskriminalamtes.

35 Euro beträgt das Bußgeld bei einer geringfügigen Ordnungswidrigkeit. Einen Bußgeldkatalog für Verstöße gegen das Ladenöffnungsgesetz gebe es nicht, sagt Pankows Stadtrat Torsten Kühne (CDU). Jeder Verstoß gilt als Einzelfall und muss von Kontrolleuren durch Fotos und Protokoll dokumentiert werden.

15 Tausend Euro beträgt das höchste Bußgeld, das das Berliner Ladenöffnungsgesetz bei Ordnungswidrigkeiten vorsieht. Es kann erhoben werden, wenn ein Ladeninhaber seine Mitarbeiter über die zulässigen Zeiten hinaus beschäftigt. Bei den meisten anderen Verstößen liegt die höchste Geldstrafe bei 2500 Euro.

10 Sonntage im Jahr sind in Berlin verkaufsoffen. Acht werden zentral für die gesamte Stadt festgelegt, davon liegen zwei in der Adventszeit. Die Geschäftsinhaber können zwei weitere Sonntage im Jahr frei wählen, an denen sie aus besonderem Anlass öffnen möchten, zum Beispiel bei Firmenjubiläen oder Straßenfesten.

47 Spätverkaufsstellen sind zu Beginn des Jahres von einem Bewohner aus Prenzlauer Berg angezeigt worden. Der 58-Jährige beschwerte sich beim Bezirksamt Pankow und beim Landeskriminalamt darüber, dass die Geschäfte bis zum späten Sonntagabend Lebensmittel und Spirituosen verkaufen.

9 Stunden lang, nämlich von 7 bis 16 Uhr, dürfen Läden am Sonntag öffnen, die nur Blumen, Zeitungen, Backwaren und Milchprodukte verkaufen. Verkaufsstellen, die Andenken, Tabakwaren, Stadtpläne und Reiseführer für Touristen anbieten, können an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 20 Uhr offen sein.

50 Weihnachtsmärkte werden nach Auskunft der Senatswirtschaftsverwaltung am 9. Dezember und am 23. Dezember 2012 in Berlin öffnen. Anlass für den verkaufsoffenen vierten Advent sind auch die Louis-Lewandowski- Tage vom 21. bis 23. Dezember. Chöre aus mehreren Kontinenten gastieren in Berlin.

4 Adventssonntage mit geöffneten Geschäften und Weihnachtsmärkten waren für die Kirchen Anlass, wegen Störung der Sonntagsruhe zu klagen. Das Bundesverfassungsgericht gab ihnen recht. Daraufhin musste das Berliner Ladenöffnungsgesetz geändert werden. Im Oktober 2010 trat die Neufassung in Kraft.

94 Spätverkaufsstellen im Umfeld des Mauerparks mussten am 1. Mai von 0 bis 24 Uhr schließen. Das Bezirksamt Pankow befürchtete, dass es im Umfeld des Parks zu Randalen kommen könnte. Deshalb sollten an diesem Tag keine Dosen und Flaschen verkauft werden. Ein Geschäftsmann klagte gegen das Verbot

3 Sonntage sind im Herbst 2012 verkaufsoffen. Berliner und Touristen dürfen am 2. September einkaufen, wegen der Internationalen Funkausstellung. Die Geschäfte können auch am 21. Oktober öffnen, zum Festival of Lights, und am 4. November, zum Jazzfest. Eine Pflicht zur Ladenöffnung gibt es nicht.