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Die drei Hauptakteure

Favorit I Der Chef des Linksbündnisses Syriza, Alexis Tsipras (37), will zwar den Erhalt Griechenlands in der Euro-Zone sichern. Gleichzeitig kündigt der politische Senkrechtstarter aber an, sich bei einem Wahlsieg von den Reform- und Sparauflagen der internationalen Geldgeber verabschieden zu wollen. Tsipras, der von sich selbst sagt, er verkörpere das "Europa der Zukunft", hatte das Bündnis bei den Wahlen am 6. Mai zur zweitstärksten Kraft im Land gemacht.

Favorit II Der Ökonom Antonis Samaras (60) ist Chef der konservativen Nea Dimokratia (ND) - die Partei, die Griechenland 1981 in die damalige Europäische Gemeinschaft führte. Sie steht für den Verbleib im Euro. Der wenig charismatische Samaras billigte zunächst auch das Sparprogramm, nach dem schlechten Ergebnis vom 6. Mai setzte er sich für eine Lockerung ein. Umfragen erwarten ein Kopf-an-Kopf-Rennen der ND mit Syriza.

Verlierer Der neue Chef der im November 2011 abgelösten Panhellenischen Sozialistischen Bewegung (Pasok) ist ebenfalls für den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone. Nach dem Erfolg des Linksbündnisses fordert nun aber auch Evangelos Venizelos (55) eine Lockerung des Sparprogramms. Umfragen sagen den Sozialisten weitere Verluste voraus.