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Stadt ohne Gott

Kirche Trotz der rund 400 Kirchen in Berlin gehört die Mehrheit der Hauptstädter keiner Kirche an. Von den insgesamt 3,4 Millionen Berlinern sind rund 634.000 Protestanten, davon 12.000 mit ausländischem Pass. Katholiken gibt es rund 316.000, davon 72 000 Ausländer.

Ost und West Bedingt durch die unterschiedliche Entwicklung während der deutschen Teilung, bestehen starke Ost-West-Unterschiede, vor allem bei der evangelischen Kirche, die seit der Reformation in Berlin dominierte. So sind bis heute in zahlreichen Ortsteilen im Westteil mehr als 40 Prozent der Einwohner evangelisch oder katholisch, während es in den in der DDR entstandenen Neubaugebieten im Osten der Stadt zum Teil unter zehn Prozent sind.

Ausbildung Katholiken können sich in der Hauptsstadt nicht zum Priester ausbilden lassen. Der neue Kardinal Rainer Maria Woelki will das aber ändern. Protestanten können an der Humboldt-Universität Theologie studieren. Von den Studenten geben derzeit 148 an, ins Pfarramt zu wollen, davon sind 93 weiblich. Die Berliner Landeskirche hat 35 Vikare, 21 von ihnen sind weiblich.