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Piraten: Zweitstärkste Partei bei Erstwählern

Die Piraten hatten schon vor dem Wahltag gewonnen. Fast aus dem Nichts war nach dem Platzen der Regierung aus einem klitzekleinen Landesverband ein ernst zu nehmender Anwärter für den Landtag geworden.

In den Umfragen kletterten sie bereits über die Fünf-Prozent-Hürde, als sie noch gar kein Wahlprogramm hatten und Unterschriften sammeln mussten, um überhaupt zugelassen zu werden. Der lockere Einzug am Sonntag war schließlich die Krönung. Die Piratenpartei profitiert vor allem von ihrem Neusein. Aus dem Parteienspektrum sticht sie neben netzpolitischen Themen mit ihren Kernforderungen nach Transparenz und mehr Bürgerbeteiligung heraus. Viele konkrete Forderungen hat die 2006 gegründete Partei noch nicht - allerdings vermittelt sie ein Aufbruchsgefühl. Da störte auch nicht, wenn sich Kandidaten zwar von ihrem Wahlerfolg überzeugt zeigten - auf Nachfragen etwa zu Einsparmöglichkeiten im Haushalt jedoch ohne Vorschlag blieben. Bei den Erstwählern waren die Piraten zweitstärkste Partei. mbd