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Linke: Buhrufe und eher verhaltener Jubel

Jubel brandet auf der Wahlparty der Linken in einem kleinen Festzelt in der Saarbrücker Innenstadt nur kurz auf - allerdings nicht, als die ZDF-Prognose von 16 Prozent für die Partei eingeblendet wird.

Stattdessen johlen die Linke-Anhänger laut auf, als am Sonntagabend der klare Rückstand der SPD auf die CDU eingeblendet wird. Denn der Spitzenkandidat der Sozialdemokraten, Heiko Maas, genießt bei den Linke-Anhängern keine großen Sympathien. Bereits als er erstmals auf dem Bildschirm erscheint, wird er mit gellenden Pfiffen und Buhrufen bedacht. Eine rot-rote Koalition unter Maas lehnen die Linke-Anhänger ab. Dieser habe sich im Wahlkampf bereits als Ministerpräsident präsentiert, kritisiert der 70-jährige Dieter Kappel. "Dafür wird er nun abgestraft." Dass Oskar Lafontaine nun als Spitzenkandidat für die Linken in die Bundestagswahl 2013 zieht, glauben die Saarländer nicht. "Er hat sich erst ein schönes Haus in Merzig gebaut. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er jetzt nach Berlin wechselt", sagt der 53-jährige Ernest Zapp. BM