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Grüne: Zitterpartie nach Schwächeanfall

Die Grünen erleben das Ende eines langen Höhenflugs. Seit 2007, seit der damaligen Bürgerschaftswahl in Bremen, haben sie überall in Bund und Ländern zugelegt, doch nun im Saarland mussten sie erstmals bei einer Landtagswahl einen Rückgang ihrer Prozentzahlen hinnehmen.

Ihr Kippeln an der Fünf-Prozent-Hürde, das sich am Sonntagabend lange hinzog, ist zwar insofern kein Wunder, als die Grünen im Saarland immer schon schwach waren und 2009 nur auf 5,9 Prozent gekommen waren. Doch spricht vieles dafür, dass ihnen dieses Mal auch der Schwarz-Grün-Kurs ihres Landesvorsitzenden Hubert Ulrich geschadet hat, der die Grünen 2009 recht abrupt in die Jamaika-Koalition mit CDU und FDP geführt hatte. Hiergegen setzte die neue Spitzenkandidatin Simone Peter, bis vor Kurzem Landesumweltministerin, ein Bekenntnis zu Rot-Grün, das aber im Saarland zahlenmäßig keine Chance hat. Gleichwohl ist nun zu erwarten, dass die Grünen noch stärkeren Druck auf die SPD für ein Bündnis 2013 im Bund ausüben werden. mka