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FDP: Tiefpunkt nach nach langen Querelen

Fassungslosigkeit auf der FDP-Wahlparty in Saarbrücken: Mit Kopfschütteln reagieren die Anhänger der Saar-Liberalen, als das Ergebnis der 18-Uhr-Prognose für die Landtagswahl über den Bildschirme läuft.

Mit 1,2 Prozent fliegt die bisherige Regierungspartei hochkant aus dem saarländischen Landtag - nach knapp über neun Prozent bei der vorangegangenen Landtagswahl. Nach den Nackenschlägen der vergangenen Monate erlebte die FDP-Fraktion nun durch die Wähler den K.-o.-Schlag. Das in Umfragen vorausgesagte Wahldebakel ist der Tiefpunkt eines monatelangen Niedergangs, den die Partei durch Rivalitäten und personelle Querelen selbst vorangetrieben hatte. Parteichef Oliver Luksic sagt unumwunden: "Unser Landesverband hat ein schlechtes Bild in der Öffentlichkeit abgegeben." Zwar habe sich die FDP mit ihren Landtagskandidaten in den vergangenen Wochen personell komplett neu aufgestellt, aber die Zeit sei zu knapp gewesen, diese neue Mannschaft der Öffentlichkeit zu vermitteln. Luksic ist überzeugt, dass die FDP sich aufrappeln wird. BM