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Geld allein macht es nicht

Unterschied Das Gehalt ist nicht der entscheidende Indikator, wenn es um die Zufriedenheit mit dem Job geht. Doch natürlich spielt das Geld eine Rolle - und 1040 Euro pro Monat können schon einen deutlichen Unterschied machen. So groß ist noch immer die durchschnittliche Differenz der Gehälter von Männern und Frauen in Führungspositionen. Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) kommen vollzeitbeschäftigte Frauen im Schnitt auf 3860 Euro monatlich, Männer erhalten dagegen rund 4900 Euro. Also rund 21 Prozent mehr.

Grund Die sehr gut bezahlten Führungspositionen seien weiter überwiegend mit Männern besetzt, so DIW-Expertin Elke Holst am Dienstag. Verglichen mit 2001 ist der Gehaltsunterschied aber kleiner geworden: Damals lag er noch bei 30 Prozent. Während der Verdienst der Männer seither im Schnitt um 600 Euro gestiegen ist, verdienen Frauen mittlerweile rund 800 Euro mehr. "Eine größere Transparenz, etwa durch Offenlegung der Verdienste, könnte helfen, diesen Missstand zu reduzieren", sagte Holst.

Kritik Die OECD hat Deutschland erst vor wenigen Tagen an den Pranger gestellt, weil in keinem anderen europäischen Land das Lohngefälle zwischen Frauen und Männern so groß sei. In den 34 Industriestaaten, die sich in der OECD zusammengeschlossen haben, liegt die Differenz im Schnitt nur bei 16 Prozent. Auch was die Anzahl der Frauen in Führungspositionen angeht, sei Deutschland im internationalen Vergleich weit abgeschlagen, so die OECD.