Info

Kurs auf neue Parlamente

Ursprung Die Piratenpartei Deutschland wurde im September 2006 in Berlin gegründet - nach dem Vorbild der schwedischen Schwesterpartei Piratpartiet. Ihren Namen haben die Piraten von der Anti-Copyright-Organisation Piratbyran abgeleitet. Der Begriff "Piraten" steht in der Musik- und Filmindustrie für Menschen, die unrechtmäßig Inhalte aus dem Netz ziehen. Die Partei wählte den Namen, um diesen in der Öffentlichkeit neu besetzen zu lassen. Die Piratenpartei ist in rund 25 Staaten registriert, die unter der Dachorganisation Pirate Parties International agieren. In Deutschland gibt es - ganz traditionell - auch eine Jugendorganisation: die Jungen Piraten (JuPis).

Wahlerfolg Ihren größten Erfolg feierten die Piraten in Berlin im September 2011: Sie zogen mit 8,9 Prozent der Stimmen ins Abgeordnetenhaus der Hauptstadt ein. In der jüngsten Umfrage legte der Berliner Landesverband noch weiter zu, derzeit liegen sie bei 14 Prozent.

Umfragen Laut Wahlumfragen könnten die Piraten dieses Jahr in Deutschland in zwei weitere Landesparlamente einziehen: Derzeit kommt sie im Saarland (Wahl im März) auf vier bis fünf Prozent der Stimmen, in Schleswig-Holstein (Mai) sogar auf sieben Prozent. Bundesweit würden aktuell sechs Prozent der Bürger die Piraten wählen, die in Deutschland 20 000 Mitglieder haben.