Ursprung Die erste Brustimplantation wurde schon im 19. Jahrhundert vorgenommen. 1895, so heißt es, hat ein deutscher Chirurg namens Vincenz Czerny einer Frau eine Fettgeschwulst von ihrem Rücken in die Brust eingesetzt. Es war ein rein medizinischer Eingriff: Die Frau hatte Krebs gehabt und die Brust deshalb verloren. Allerdings dürfte der Eingriff nicht lange vorgehalten haben, denn der Körper baut derartiges Fett selbst ab.

Experimente Von da an wurde mit unterschiedlichen Einsätzen experimentiert: Den Frauen wurde unter anderem Gemüseöl, Bienenwachs, Elfenbein, Rinderknorpel, Wolle oder Glaskugeln in die Brust injiziert beziehungsweise eingesetzt. Zum Teil mit verheerenden Folgen, die Patientinnen litten unter Entzündungen oder hatten fortan Brüste, die im Inneren vollkommen verklumpt waren. Nach 1945 wurde vermehrt auch Silikon gespritzt. Es heißt, die Methode stammt von japanischen Prostituierten, die mit den vergrößerten Brüsten amerikanische Soldaten anlocken wollten.

Durchbruch 1961 entwickelten Frank Gerow und Thomas Cronin, zwei amerikanische Chirurgen aus Houston in Texas, zum ersten Mal Kissen, die mit Silikon gefüllt waren. Doch auch mit den Silikonimplantaten gab es Probleme, in den USA wurden sie 1992 verboten, weil sie angeblich Autoimmunerkrankungen ausgelöst hatten. Später wurden auch andere Implantate wieder zurückgerufen, so 2000 welche mit Sojaöl- und Hydrogelfüllung.

TÜV Seit dem Jahr 2001 gibt es ein Gütesiegel für Silikonimplantate, die die gute Qualität und lange Haltbarkeit der Silikonkissen belegen sollen. Silikon ist bis heute eines der wichtigsten Implantatsarten, 2006 wurde es auch in den USA wieder erlaubt.

Implantate Die Brustimplantate bestehen heute aus einer Silikonelastomerhülle, die üblicherweise mit Silikongel gefüllt sind. Manchmal wird auch Kochsalzlösung verwendet. Zudem gibt es verschiedene Implantathüllen, die Oberfläche kann glatt oder rau sein.