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Ein Jahr der Auflehnung

Beginn Die Selbstverbrennung eines Tunesiers am 17. Dezember 2010 hat einen Flächenbrand entfacht, der fast die ganze arabische Welt erfasste. Die Protestbewegungen des "arabischen Frühlings" fegten mehrere Langzeitherrscher aus ihren Ämtern. Den Anfang machte im Januar 2011 der tunesische Präsident Zine al-Abidine Ben Ali, der ins Exil floh.

Lauffeuer Ab Ende Januar demonstrieren auch in Ägypten Zehntausende, der Tahrir-Platz wird zum Sinnbild. Im Februar flieht auch Präsident Husni Mubarak, das Militär übernimmt die Macht. Parallel kommt es in Libyen zu Aufständen, es folgt ein Bürgerkrieg. Die Revolution breitet sich über Bahrain, den Jemen und Syrien aus. Tausende bezahlen den Kampf für mehr Rechte mit dem Leben - allein in Syrien sollen bislang mehr als 5000 Zivilisten umgekommen sein.