Anschläge auf Christen

Birma

Rund zwei Drittel der 53,4 Millionen Birmaner sind Buddhisten, doch viele Angehörige der Minderheitenvölker, die an den Nord-, West- und Ostgrenzen des Landes leben und um ihre Autonomie kämpfen, sind Christen (etwa 8,7 Prozent der Gesamtbevölkerung).

Daher ist hier die Christenverfolgung untrennbar verbunden mit einem blutigen Bürgerkrieg der Nationalarmee gegen die abtrünnigen Ethnien.

Oft geraten die dort ansässigen Christen einfach zwischen die Fronten, weil das Militär auf jeden schießt, den es in Kampfgebieten sieht. Doch werden Christen Augenzeugen zufolge auch gezielt schikaniert. So müssen sie zum Beispiel jede Bibelstunde 14 Tage vorher bei den Behörden genehmigen lassen. Es gibt Gerüchte über brutale Gewalt gegen ethnische und religiöse Minderheiten, Misshandlungen von Pastoren und Kirchenmitgliedern, Kirchenverwüstungen, Vergewaltigungen und willkürliche Verhaftungen.

Ein Pastor, der sich Joseph nennt und aus seiner Heimatregion fliehen konnte, berichtet von einer angeblichen "heimlichen Kampagne" der Regierung, die Christen in Birma "auszulöschen". Er zitierte im "Daily Telegraph" einige Passagen: "Die christliche Religion ist sehr sanft, identifiziere und nutze ihre Schwäche."