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30 Artikel für die Freiheit

Rechte Am 10. Dezember wird alljährlich an die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte erinnert, die 1948 von der UN-Vollversammlung in Paris verabschiedet wurde. Sie besteht aus 30 Artikeln, in denen die Rechte eines jeden Menschen festgelegt sind. Dazu gehören das Recht auf Leben, auf Gleichheit und Gerechtigkeit, auf Glaubens- und Meinungsfreiheit sowie der Schutz vor Folter und Diskriminierung. Die Erklärung war unter dem Schock des Nazi-Terrors und des Zweiten Weltkriegs entstanden.

Artikel 1 "Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen", so lautet der erste Artikel des Dokuments.

Verbindlichkeit Die Allgemeine Erklärung ist völkerrechtlich nicht verbindlich, setzte aber international Normen. Menschenrechte sind im Grundgesetz der Bundesrepublik und in den Verfassungen vieler Staaten verankert. Mit dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag existiert seit 2002 ein ständiges Tribunal, das Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord ahnden soll.

Verletzungen Trotzdem werden Menschenrechte weltweit weiter verletzt. Männer und Frauen werden willkürlich verhaftet, gefoltert und hingerichtet, Kriegsparteien setzen Hunger und Vergewaltigungen ein, Kinder müssen unter grausamen Bedingungen arbeiten.

Protest In Berlin haben iranische Vereine heute zu einer Versammlung gegen Rechtsverletzungen im Iran aufgerufen: um 15 Uhr am Brandenburger Tor.