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Schäden durch Software

Mythos Der Name "Trojaner" für eine Schadsoftware spielt auf das Trojanische Pferd in der griechischen Mythologie an. Das Holzpferd war scheinbar ein Abschiedsgeschenk der Griechen an ihre Götter, nachdem sie lange Zeit vergeblich versucht hatten, die Mauern von Troja niederzureißen. Doch im Innern waren Soldaten versteckt. Nachdem die Trojaner das Pferd in die Stadt gezogen hatten, krochen die in der Nacht heraus und ließen die Griechen in die Stadt.

1975 Premiere Mitte der 70er-Jahre soll es den ersten Computer-Trojaner gegeben haben, bei dem sich ein Programm heimlich über den Computer ausbreitete. Im digitalen Zeitalter täuschen Trojaner also eine nützliche Anwendung vor, erfüllen im Hintergrund aber eine ganz andere Funktion. Computer-Kriminelle nutzen sie beispielsweise, um Passwörter für E-Mail-Konten abzufangen oder Online-Banking zu manipulieren. Dabei werden unter anderem Tastatur-Eingaben des Anwenders ausspioniert. Vorsicht Verbreitet werden Trojaner auf Computern meist über manipulierte E-Mails oder das Internet. So werden Anwender mit einem Lockangebot aufgefordert, eine Software zu installieren. Folgt der User dieser Aufforderung, nistet sich der Schädling auf dem Computer ein.

Legal Ähnlich können auch Strafverfolgungsbehörden Trojaner nutzen: Sie dürfen Überwachungsprogramme nicht im Rahmen eines Einbruchs auf den Rechnern von Verdächtigen installieren, können aber versuchen, sie selbst mit Tricks zur Installation der Überwachungssoftware zu bewegen.